Afrikanische Schweinepest bei Wildschweinen in Tschechien

Montag, 10. Juli 2017


Zwei tot aufgefunden Wildschweine in Zlin (ca. 80 km vor der österreichischen Grenze) bestätigen nun die von uns seit 2014 avisierte Besorgnis, dass die für die Schweinebranche äußerst gefährliche ASP eines Tages auch uns betreffen könnte. Das einzig Gute an der Sache ist, dass das Virus für Menschen nicht gefährlich ist. Dies sollte bei jeder Diskussion über dieses Thema festgehalten werden, um nicht auch noch den Fleischkonsum am Heimmarkt zu gefährden.

Grundsätzlich hat sich an der Gefahrenlage für österreichische Betriebe vorerst nicht viel geändert. Damit das hoffentlich so bleibt und damit Schäden für die Fleisch- und Exportwirtschaft fern gehalten werden können, wollen wir an dieser Stelle neuerlich die wichtigsten Vorsichtsmaßnahmen anführen: Keine Speiseabfälle verfüttern, keine betriebsfremden Personen Zutritt in Stallungen gewähren (wenn zwingend erforderlich, nur mit Hygienebekleidung), Mäuse und Ratten bekämpfen, Transportbehältnisse permanent reinigen sowie Tiere, Futtermittel bzw. Einstreulager vor dem Zutritt von Wildschweinen schützen. ACHTUNG: Beim Einsatz von Torf als Wühlerde, dieser wird häufig aus dem Baltikum importiert!

Die Maßnahmen die zurzeit in Tschechien getroffen werden entsprechen dem europäischen Reglement, wonach das Risiko in Zonen eingeteilt wird und von den Veterinärbehörden überwacht wird. Natürlich hoffen wir weiterhin, dass die ASP nicht nach Österreich kommt. Hoffen alleine ist allerdings zu wenig. Daher hat das Gesundheitsministerium in Wien eine Reihe von Vorbeugemaßnahmen getroffen. Beispielsweise ist ab sofort die Freilandhaltung von Schweinen in Niederösterreich nördlich der Donau verboten.

Als absolut hilfreich in diesem Zusammenhang ist das neu geschaffene, gesetzliche Regelwerk der Schweinegesundheitsverordnung, welche seit heuer gültig ist. All jene, die dieses Regelwerk als unnötig und überzogen beurteilt haben, werden damit Lügen gestraft.

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